Grüne Fraktion Gießen
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„Auf zu neuen Ufern“ – Gießen an Lahn und Wieseck: Wir freuen uns auf die Landesgartenschau 2014!

Im März 2008 hat Gießen den Zuschlag für die Ausrichtung der 5. hessischen Landesgartenschau erhalten. Ausschlaggebend für die Entscheidung der Landesregierung war das Gießener Konzept mit der Idee, städtische Freiräume für Mensch und Natur neu zu gestalten und aufzuwerten sowie weitere Naherholungsbereiche zu schaffen. Weststadt, Wieseckaue und Innenstadt sollen zusammengebracht und die Lahn als Teil des städtischen Raumes erlebbar gemacht werden. Entscheidend war auch, dass das Konzept für die Bewerbung von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis getragen ist.

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35390 Gießen
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Grüner Stadtvorstand appelliert an Uni-Präsident Hormuth: Wert-Prüfungen von Gen-Mais sofort beenden

Verfasst am 17.05.2007 11:41:55

Nachdem Bundesminister Horst Seehofer (CSU) in der letzten Woche Handel und in Verkehr bringen des Saatguts der Genmaissorte MON810 gestoppt hatte, erwarten die Gießener Grünen Konsequenzen für die angelaufenen Wertprüfungen durch die Justus-Liebig-Universität Gießen.

Wenn eine Studie des Bundesamtes für Verbraucherschutz zum Ergebnis kommt, dass der Anbau von MON810 eine Gefahr für die Umwelt sein kann („berechtigter Grund zu dieser Annahme“) und damit die weitere Verwendung dieser Maissorte im regulären Anbau nicht mehr in Frage kommt, kann die Uni Gießen dies nicht ignorieren.

Erstens ist die Fortsetzung der Wertprüfungen im Bereich der Gießener Weststadt (und auf Flächen in Groß-Gerau) sinnlos, da sie ihren entscheidenden Zweck – „die Feststellung der wesentlichen Anbau- und Verwertungseigenschaften“ (so lautete die bisherige Begründung durch das zuständige Institut für Pflanzenbau und –züchtung an der Gießener Uni) – verloren hat.

Zweitens ist der weitere Versuchsanbau gefährlich, da der zu prüfende Gen-Mais die gleichen umweltgefährdenden Eigenschaften aufweist, wie der von Minister Seehofer aus dem Verkehr gezogene und die bisher von universitärer Seite bestrittenen Gefahren, z. B. für benachbarte Imker bzw. deren Bienen, unter Berücksichtigung der neuen Studie nicht mehr ausgeschlossen werden kann.

Drittens kann die Uni Gießen ihrer wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Verantwortung nur gerecht werden, wenn sie die von Kritikerseite (u. a. BUND, Greenpeace) schon lange vorgebrachten und durch die neue Studie des Bundesamtes für Verbraucherschutz bestätigten Argumente für die Gefährlichkeit gentechnisch veränderter Maissorten jetzt in ihre Überlegungen ernsthaft einbezieht.

Deshalb fordern Bündnis90/DieGRÜNEN in Gießen nochmals mit Nachdruck und im Bewußtsein großer Übereinstimmung mit einer breiten Mehrheit der Gießener Bevölkerung die Beendigung der Wertprüfungen von Gen-Mais, d. h. die sichere Beseitigung („Unterpflügen“) der ausgebrachten Pflanzen in Gießen und Groß-Gerau.

Der Vorstand des Gießener Stadtverbands der Grünen versteht dies auch als persönlichen Appell an Universitätspräsident Professor Stefan Hormuth jetzt entschlossen und angemessen zu handeln – nicht zuletzt um einen drohenden Schatten auf das 400. Jubiläumsjahr der Gießener Hochschule abzuwenden.

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